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INTERNATIONALE GEMEINWOHL-BILANZ-PRESSEKONFERENZ NRW 2014

logo_web-72dpi-weiss   Bis 25. Okt. könnt ihr noch das informative Video zu einem der Hauptkritikpunkte an CETA, TTIP, etc. ansehen: Bitte hier klicken!     10. Oktober Berlin  I  12 Uhr Hauptbahnhof Auftaktveranstaltung

Bundesweite TTIP-Großdemonstration FÜR EINEN GERECHTEN WELTHANDEL

Aktive der Gemeinwohl-Ökonomie Region Düsseldorf und Umgebung rufen mit allen EU-weiten Akteuren zur Teilnahme an der Großdemo auf, um die laufenden Verhandlungen zu TTIP und TiSA zu stoppen.  

Klare Positionierung des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie gegen CETA und TTIP sowie TiSA  und die Freihandelsagenda

"Die Inhalte und der Verhandlungsprozess zum TTIP-Abkommen (Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen mit den USA) und CETA-Abkommen (umfassendes Freihandels- und Investitionsabkommen mit Kanada) stehen in klarem Gegensatz zu den Zielen und Werten des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, darunter Transparenz, Demokratie, globale Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit, weshalb wir das CETA- und das TTIP-Abkommen ablehnen und den Abbruch der Verhandlungen fordern. Weiters lehnen wir die Verhandlungen zum geplanten TiSA (Freihandelsabkommen zum Handel mit Dienstleistungen) sowie die intransparente und undemokratische Vorgangsweise zur Durchführung der Verhandlungen ab. ..." Weitere Informationen: EU-BürgerInneninitiative Webseite der EU-Kommission zum TTIP Das E-Book Freihandelsabkommen TTIP von Christian Felber Quelle: Wien, 3. Oktober 2014  https://www.ecogood.org/de/allgemeine-infos/aktuelles/neuigkeiten/gwoe-positioniert-sich-oeffentlich-gegen-die Weitere Informationen: http://www.attac.de/sebi 
 

15.06.2015 Artikel von Christian Felber in der Süddeutschen Zeitung

Goldstandard für die Demokratie

SZ-Archiv- A60460861 - 2015-06-15-sz-goldstandards_fuer_die_demokratie-queer

     
 

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22. September 2014  Christian Felber Alexandra Strickner

Plan D wie Demütigung

Rat und Kommission fürchten sich bei CETA-und TTIP-Verhandlungen vor den Bürgern

Erinnern Sie sich an den Plan D? Der "Plan D" war eine PR-Maßnahme der EU-Kommission nach der Ablehnung des EU-Verfassungsvertrags in zwei Referenden in Frankreich und den Niederlanden 2005. Er diente wörtlich der "Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die EU". Dies sollte erreicht werden, indem "dem Bürger die Informationen und die Instrumente an die Hand gegeben werden, um aktiv am Entscheidungsfindungsverfahren teilzunehmen und Teilhaber des europäischen Einigungswerks zu werden." Nachsatz: "Dieser demokratische Erneuerungsprozess bedeutet, dass die EU-Bürger das Recht haben müssen, dass ihre Belange wahrgenommen werden." 2005 erhielten "die EU-Bürger" von der Kommission (!) das Recht, dass ihre Belange wahrgenommen werden. Es schlug 13 in Brüssel. Was darauf folgte, floss aus einem anderen Geist: Zuerst wurde der zu 95 Prozent wortidente Lissabonvertrag durchgesetzt - ohne Volksabstimmungen. So konnten jene Länder, die beim Verfassungsvertrag noch zwingend Volksabstimmungen durchzuführen hatten, diese umgehen. Sodann folgten EFS, EFSF, ESM, Fiskalpakt, Wettbewerbspakt, Bankenunion und nun die Geheimverhandlungen zu CETA und TTIP. Keiner dieser "Belange" resultierte aus artikulierten Bedürfnissen der Bevölkerung. Trotzdem oder gerade deshalb wollen sich die BürgerInnen beteiligen. Die einzige formale Möglichkeit: die Europäische BürgerInneninitiative - eine Version des Volksbegehrens, über deren Zulässigkeit jedoch die Europäische Kommission entscheidet. Auf Initiative von "Mehr Demokratie Deutschland", Campact und dem Umweltinstitut schlossen sich 240 Organisationen aus 21 EU-Mitgliedsstaaten zusammen, um dieses "Instrument" zu nutzen. Ziel der Initiative ist, dass die Kommission dem Europäische Rat den Abbruch der CETA- und TTIP-Verhandlungen empfiehlt. Doch am 10. September blockierte die Kommission die Initiative, mit der Begründung, dass nur "Rechtsakte", die EU-Recht verändern, Gegenstand einer EBI sein dürfen. Außerdem sei es "unzulässig", dass BürgerInnen die Kommission aufforderten, einen Rechtsakt nicht zu setzen, das Verhandlungsmandat für TTIP seitens des Rates stelle "keinen Rechtsakt" dar. Doch laut Artikel 288 AEUV handelt es sich bei Ratsbeschlüssen sehr wohl um Rechtsakte: "Ihr Kennzeichen ist, dass sie rechtlich verbindlich sind", erklärt der Völkerrechtler Bernhard Kempten der Uni Köln in einem Gutachten. Die Kommission gibt mit ihrem Njet den BürgerInnen zu verstehen, dass sie gegen Beschluss und Mandat nichts unternehmen dürfen. Erst wenn die zähen Verhandlungen abgeschlossen und der Vertrag ratifiziert ist, dürften sie - nach jahrelangem Zuschauen - initiativ werden: absurd. Plan "D" steht nicht dafür, dass die "Belange der Bürger" wahrgenommen werden, sondern für die Demütigung des Souveräns. Die Unterdrückung der Bürgerinitiative ist nicht die erste Machtpose der Kommission im Zuge des TTIP-Prozesses. Den Abgeordneten des Europaparlamentes werden aktuell in kleinen Kreisen "konsolidierte Fassungen" des Verhandlungszwischenstands zwischen EU und USA wie in einem Bond-Film nur in eigenen "Leseräumen" ohne Papier, Bleistift, Handy zugänglich gemacht. Diese entwürdigende Posse bringt die Machtverhältnisse in Brüssel auf den Punkt: Die Kommission, das demokratisch am schwächsten legitimierte Organ in Brüssel, entscheidet, was die direkt Gewählten dürfen und was nicht. Während einige der ParlamentarierInnen diese Willkür kritisieren, schweigen die - mandatserteilenden - Regierungen im Chor. Die Angst vor den BürgerInnen muss beim Rat und der Kommission groß sein, dass sie sich solche Abschottungsmanöver leisten. Machtpolitik, die im krassen Widerspruch zur eigenen PR-Propaganda steht, wird den Widerstand gegen TTIP und CETA weiter wachsen lassen. Die InitiatorInnen werden jedenfalls gegen die Kommissionswillkür vor dem Europäischen Gerichtshof klagen und die Initiative ohne Erlaubnis "von oben" fortführen: eine "echte EBI"! Wie sähe ein demokratischer Verhandlungsprozess aussehen? 1.) Die Souveräne geben in den Grundlagenverträgen die Ziele für internationale Wirtschaftsabkommen vor, z. B. nachhaltige Entwicklung, Verringerung der Ungleichheit, Stärkung von sozialem Zusammenhalt und Demokratie. 2.) Nationale und europäische Parlamente erteilen auf Basis dieser Ziele Verhandlungsmandate. 3.) Das Verhandlungsmandat wird vom Verfassungsgerichtshof geprüft und bei Nichtübereinstimmung mit den Verfassungszielen - dient TTIP der Umsetzung der Menschenrechte, gerechter Verteilung, Ressourcen- und Klimagerechtigkeit, Stärkung der Demokratie? - annulliert. 4.) Bei grünem Licht laufen die Verhandlungen transparent nach Regeln ab, die verfassungskonform sind. 5.) Das Ergebnis wird den Souveränen zur Abstimmung vorgelegt. In ihrem Namen werden völkerrechtliche Verträge verhandelt. Wer wenn nicht der Auftraggeber soll über das Ergebnis entscheiden?(Christian Felber Alexandra Strickner, DER STANDARD, 23.9.2014)
Christian Felber ist Gründungsmitglied von Attac Österreich. Alexandra Strickner ist Obfrau von Attac Österreich. Am 1. Oktober erscheint von Christian Felber bei "Hanser Box" das E-Book "TTIP. Alle Macht den Konzernen". Download 26.08.2015
 
 

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2. Juni 2014 um 2:44:41Current Revision
Title
INTERNATIONALE GEMEINWOHL-BILANZ-PRESSEKONFERENZ NRW 2014 GWÖ positioniert sich gegen die Freihandelsabkommen CETA TTIP TiSA
Content
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<img class="size-medium wp-image-577 aligncenter" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/06/19-MB-logo- rgb_DüsseldorfundUmgebung- 300x108.jpg" alt="1,9 MB logo-rgb_DüsseldorfundUmgebung" width="400" height="144" />  <span style="color: #008080"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/files/ 2013/11/logo_ web-72dpi-weiss.png"><img class="size-medium wp-image-1805 aligncenter" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ logo_web-72dpi- weiss-300x95.png" alt="logo_web- 72dpi-weiss" width="247" height="78" /></a></span>
<h1></h1>  
<h1>INTERNATIONALE GEMEINWOHL-BILANZ- PRESSEKONFERENZ NRW 2014</h1>  
<h1></h1>  
<h1>Sieben GWÖ-Pionier- UnternehmerInnen der Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppe Düsseldorf / NRW präsentieren ihre Gemeinwohl-Bilanzen</h1>  
<h3 style="text-align: center"><span style="color: #008080"><a href="http:// youtu.be/_mYUQOfAQyM"><span style="color: #008080">&lt; hier&gt;</span></a></span> die Video-Dokumentation</h3>  
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  Bis 25. Okt. könnt ihr noch das informative Video zu einem der Hauptkritikpunkte an CETA, TTIP, etc. ansehen:
  Bitte <span style="color: #008080"><a style="color: #008080" href="http:// www.ardmediathek.de/ tv/Reportage- Dokumentation/ Die-Story-im- Ersten-Konzerne-klagen-W/ Das-Erste/Video?documentId= 31181268&amp; bcastId=799280">hier</a> </span>klicken!
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<img class="size-medium wp-image-1539 aligncenter" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ Düsseldorf_ NRW-223x300.jpg" alt="Düsseldorf_NRW" width="368" height="499" />  
<p style="text-align: center"> <span style="color: #ff9900"><strong>Sieben <span style="color: #ff9900">Unternehmen</span> der GWÖ Region Düsseldorf und Umgebung präsentieren ihre <span style="color: #008080"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/gemeinwohl- oekonomie-unternehmerinnen- in-der-gwoe-region- duesseldorf- und-umgebung/"><span style="color: #008080">Bilanzberichte< /span></a></span> </strong></span></p>  
<h3 style="text-align: center"><strong><span style="color: #ff9900"> </span></strong></h3>  
<h3 style="text-align: center"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/files/ 2013/11/DSC_0336.jpg"><img class="size-medium wp-image-1523 aligncenter" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ DSC_0336-300x201.jpg" alt="gwoeduess DSC_0336" width="437" height="293" /></a></h3>  
<h3 style="text-align: center"><strong><span style="color: #ff9900">UnternehmerInnenprofile siehe Pressetext unten!</span> </strong></h3>  
<h3 style="text-align: center"><strong><span style="color: #808080">Weitere Fotos</span> <span style="color: #008080"><a title="Internationale Gemeinwohl-Bilanz- Pressekonferenz Düsseldorf NRW 2014" href="https:/ /www.flickr.com/ photos/95060621@N03/ sets/72157644519432903/"><span style="color: #008080">hier< /span></a></span> !</strong></h3>  
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<img class="size-medium wp-image-1482 alignleft" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ www.rp-online.de_ -273x300.png" alt="www.rp-online.de" width="386" height="424" /> <span style="color: #008080"><span style="color: #333333">10. Oktober Berlin  I  12 Uhr Hauptbahnhof Auftaktveranstaltung
<h2><img class="size-medium wp-image-1481 aligncenter" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ Pressebericht- NEWS-89.41-300x140.png" alt="Pressebericht NEWS 89.4" width="427" height="198" /></h2>  
  </span></span>
<h3 style="margin-bottom: 2px;text-align: center"><span style="text-decoration: underline"><span style="color: #008080"><a href="http:// www.news894.de/ aktuell/lokale- news/archiv_25- 04-2014.html"><span style="color: #008080;text-decoration: underline">Unternehmen machen sich für alternative Wirtschaft stark</span>< /a></span></span></h3>  <h1><span style="color: #008080"><a href="http:// ttip-demo.de/home/" target="_blank"><span style="color: #008080">Bundesweite TTIP-Großdemonstration FÜR EINEN GERECHTEN WELTHANDEL</span> </a></span></h1>
  Aktive der Gemeinwohl-Ökonomie Region Düsseldorf und Umgebung rufen mit allen EU-weiten Akteuren zur Teilnahme an der Großdemo auf, um die laufenden Verhandlungen zu TTIP und TiSA zu stoppen.
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  <h1><strong>Klare Positionierung des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie gegen CETA und TTIP sowie TiSA  und die Freihandelsagenda< /strong></h1>
  "Die Inhalte und der Verhandlungsprozess zum TTIP-Abkommen (Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen mit den USA) und CETA-Abkommen (umfassendes Freihandels- und Investitionsabkommen mit Kanada) stehen in klarem Gegensatz zu den Zielen und Werten des Vereins zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, darunter Transparenz, Demokratie, globale Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit, weshalb wir das CETA- und das TTIP-Abkommen ablehnen und den Abbruch der Verhandlungen fordern. Weiters lehnen wir die Verhandlungen zum geplanten TiSA (Freihandelsabkommen zum Handel mit Dienstleistungen) sowie die intransparente und undemokratische Vorgangsweise zur Durchführung der Verhandlungen ab. ..."
  Weitere Informationen:
  <span style="color: #008080"><a href="http:// stop-ttip.org/" target="_blank"><span style="color: #008080">EU-BürgerInneninitiative< /span></a></span>
  <span style="color: #008080"><a href="http:// www.christian- felber.at/buecher/ttip.php" target="_blank"><span style="color: #008080">Webseite der EU-Kommission zum TTIP</span></a></span>
  <span style="color: #008080"><a href="http:// www.christian- felber.at/buecher/ttip.php" target="_blank"><span style="color: #008080">Das E-Book Freihandelsabkommen TTIP von Christian Felber</span></a></span>
  Quelle: Wien, <span class="date-display-single">3. Oktober 2014  </span><span style="color: #008080">https: //www.ecogood.org/ de/allgemeine- infos/aktuelles/ neuigkeiten/ gwoe-positioniert- sich-oeffentlich- gegen-die</span>
  Weitere Informationen: <span style="color: #008080">http: //www.attac.de/sebi </span></div>
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  <h3>15.06.2015 Artikel von Christian Felber in der Süddeutschen Zeitung</h3>
  <h1><span style="color: #008080"><a style="color: #008080" href="https:/ /www.ecogood.org/ sites/default/ files/medienberichte/2015- 06-15-sz-goldstandards_fuer_ die_demokratie.pdf" target="_blank" >Goldstandard für die Demokratie</a> </span></h1>
  <div>
  <div id="objectContent" class="artikel">
  <div id="content-header" class="section">
  <h3 class="info"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/files/ 2013/11/SZ-Archiv-A60460861- 2015-06-15-sz- goldstandards_ fuer_die_demokratie- queer.jpg"><img class=" wp-image-2422 size-medium alignleft" src="http://duesseldorf.gwoe.net/ files/2013/11/ SZ-Archiv-A60460861- 2015-06-15-sz- goldstandards_ fuer_die_demokratie-queer- 300x212.jpg" alt="SZ-Archiv- A60460861 - 2015-06-15-sz- goldstandards_ fuer_die_demokratie-queer" width="300" height="212" /></a></h3>
  <h3 class="info"></h3>
  <h3 class="info"></h3>
  </div>
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  </div>
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<h3 style="text-align: left"></h3>  
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<h3><a href="http:// www.rp-online.de/ nrw/staedte/ rhein-kreis/geschaeftsmodelle- fuers-gemeinwohl- aid-1.4199361"><span style="text-decoration: underline"><span style="color: #008080;text-decoration: underline"><span style="color: #008080;text-decoration: underline">Rhein-Kreis Neuss_ Geschäftsmodelle fürs Gemeinwohl</span> </span></span></a></h3>  
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<h2></h2>  
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<h2><span style="color: #ff9900">Jahresberichte 2013</span></h2>  
<h2><span style="color: #000000"><span style="color: #ff9900"><span style="color: #ff9900">Gemeinwohl-Ökonomie Region Düsseldorf und Umgebung / NRW / Deutschland</span>  <span style="color: #008080"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/files/ 2013/11/Jahresbericht-2013- GWÖ-Region-Düsseldorf-und- Umgebung.pdf"><span style="color: #008080">Jahresbericht 2013</span></ a></span></span> </span></h2>  
<h2><span style="color: #000000"><span style="color: #ff9900">Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie / Gemeinwohl-Ökonomie- Bewegung</span>  <span style="color: #008080"><a href="http:// www.gemeinwohl- oekonomie.org/ de/content/presse"><span style="color: #008080">Jahresbericht 2013</span></ a></span></span></h2>  
<h2></h2>  
<h2></h2>  
<h2><span style="color: #ff9900">PRESSETEXT</span></h2>  
<h2>PRESSEKONFERENZ 24. APRIL 2014</h2>  
<h2>UNTERNEHMEN IN NRW SETZEN IDEEN FÜR NEUES WIRTSCHAFTEN UM!</h2>  
3. INTERNATIONALE GEMEINWOHL-BILANZ- PRESSEKONFERENZ “GEMEINWOHL-IDEE MOBILISIERT MENSCHEN, UNTERNEHMEN UND GEMEINDEN WELTWEIT“  
Berlin/Düsseldorf/ Eisenstadt/Graz/ Hamburg/Hörsching/ Lochau/Salzburg/ Valencia/Wien/ Freiburg.  
In dreieinhalb Jahren haben sich mehr als 7.500 Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden und Regionen sowie PolitikerInnen aus der ganzen Welt der wachsenden GWÖ-Bewegung angeschlossen: Sie unterstützen die Idee, dass wirtschaftlicher Erfolg nicht primär an den Mitteln (monetär) gemessen werden soll, sondern am Ziel: dem Gemeinwohl. Das Gelingen von Beziehungen soll gefördert und das Leben von Verfassungswerten belohnt werden.  
Viele hundert Freiwillige haben Zeit und Energie beigetragen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Erstmals stellt die Bewegung am 24. April einen internationalen Jahresbericht über die neuen Entwicklungen und Höhepunkte 2013 in regionalen Pressekonferenzen vor. Auch in NRW präsentieren Pionier-Unternehmen ihre Bilanzen und berichten darüber, wie und warum sie die Gemeinwohl-Ökonomie unterstützen.  
HÖHPUNKTE INTERNATIONAL:  
ENGAGEMENT IN DER GEMEINWOHL-BEWEGUNG  
• 80 GWÖ Regionalgruppen/ Energiefelder: Neue Energiefelder in Konstanz, Bodensee/Oberschwaben, Schwäbisch Hall-Hohenlohe, Augsburg, Berlin, München, zahlreiche neue Energiefelder in Spanien sowie unsere ersten Energiefelder in Mexiko und Argentinien wurden gegründet  
• Neue GWÖ-Vereine in der Schweiz, Österreich, Spanien und Südamerika  
• Gründung eines „GWÖ-Parlaments“: Bei der 2. Delegiertenversammlung in München im April 2014 stimmten 60 Delegierte aus sechs Ländern über 21 Anträge zur Entwicklung der Gemeinwohl-Ökonomie ab.  
• Im Sommer 2013 wurde ein internationales Koordinierungsteam für eine bessere Koordinierung internationaler Prozesse und Aufgaben berufen.  
• Energiefeld-Vernetzungstreffen fanden in Deutschland, Österreich und Spanien statt.  
ENGAGEMENT IM BEREICH DER BILDUNG:  
• Antrag auf UNESCO Lehrstuhl – Gemeinwohl-Ökonomie. Ein Online Kurs „Gemeinwohl- Ökonomie“ für das Aufbaustudium des Club-UNESCO zum Schutz des unantastbaren Erbes alter Zivilisationen unter dem Aspekt der Gemeinwohl-Ökonomie mit Material für insgesamt 300 Unterrichtsstunden wurde konzipiert.  
• GWÖ bei Vorträgen und Konferenzen: Teilnahme an 34 Konferenzen und mehr als 100 Vorträgen in Universitäten in Hochschulen (Donau Uni Krems, Düsseldorf, Lüneburg, Valencia, Budapest, Tokio, Buenos Aires).  
• Erste Universitäten machen die Gemeinwohl-Bilanz: Die FH Burgenland (University of Applied Science, Österreich) hat nach der Lausanne Business School gezeigt, dass auch Bildungseinrichtungen eine Gemeinwohlbilanz erstellen können.  
ENGAGEMENT IM BEREICH DER POLITIK:  
• Gemeinwohl-Ökonomie im Europa-Parlament: Gemeinsam mit Europa-Parlamen-tarierInnen wird daran gearbeitet, die Gemeinwohl-Matrix in die Richtlinie über nichtfinanzielle Berichterstattung zu integrieren, die für Unternehmen mit mehr als 500 MitarbeiterInnen verpflichtend werden soll.  
• Gemeinwohl-Ökonomie im Regierungsprogramm des Landes Salzburg  
• Gemeinwohl-Modellregion in Südtirol (Vintschgau): Die vier Gemeinden Laas, Mals, Latsch und Schlanders erstellen ihre erste Gemeinwohlbilanz und stellen unter Anwesenheit des Südtiroler Landeshauptmanns Arno Kompatscher die Gemeinwohl-Modellregion Vintschgau vor.  
• Erste Gemeinde Gemeinwohl-Bilanz in Chacao in Caracas (Venezuela)  
ENGAGEMENT IN DER WIRTSCHAFT  
• Erste Banken machen die Gemeinwohl-Bilanz: Immer mehr Banken an Bord. Die Raiffeisenkasse Lech am Arlberg hat ihre erste Gemeinwohlbilanz 2013 erstellt. Bereits 2011 unterzog sich die Sparda Bank München dem Auditierungsprozess. Weitere Banken folgen.  
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GEMEINWOHL ÖKONOMIE IN DER REGION NRW – DIE UNTERNEHMEN STELLEN SICH VOR  
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Bei den <span style="color: #008080"><a href="http:// st-gereon.info/"><span style="color: #008080"><strong>St. Gereon Seniorendienste< /strong></span></a></span> werden zurzeit vollstationär 156 Menschen, teilstationär 109 Menschen und ambulant 110 Menschen durch 385 MitarbeiterInnen davon 119 MitarbeiterInnen in der Pflege und Betreuung. Es werden 181 Altenpflegeschüler und 4 MitarbeiterInnen in der Küche, Haustechnik und Verwaltung ausgebildet.  
Unser Hauptbetätigungsfeld ist die Pflege und Betreuung von alten und pflegebedürftigen Menschen. Die Einrichtungen sind gemeinnützig und dem Allgemeinwohl verpflichtet. Wir verbinden die Fähigkeiten, Talente, Motivationen und Antriebskräfte unserer Mitarbeiter dazu, um den Bedürfnissen unserer Kunden/Bewohner zu dienen. Wir sind eine Wertegemeinschaft. Unsere Vision lautet: “St. Gereon tut gut“ und unsere Mission: „Wir pflegen Menschlichkeit“  
Im Jahr 2009 haben wir unsere Dienstleistungen auf die Mitarbeiter erweitert, d.h., dass alle Werte die Grundlage für unser Handeln in Bezug auf die Bewohner/Kunden sind, ebenfalls uneingeschränkt für die Mitarbeiter gelten. Die Arbeit ist für die Mitarbeiter da und nicht die Mitarbeiter für die Arbeit.  
Die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz für die St. Gereon Seniorendienste zeigt den aktuellen Stand und an Schwachstellen kann gearbeitet werden.  
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Auf dem <span style="color: #008080"><a href="//www.lammertzhof.info/"><span style="color: #008080"><strong>Bioland Lammertzhof</ strong></span></a></span> werden von der Mutter Natur und mehr als etwa 50 Menschen Bio-Gemüse, Bio - Kartoffeln und Bio - Eier erzeugt und anschließend über einen Hofmarkt und eine Ökokiste vermarktet. Was wir vor 25 Jahren mit wenigen Kunden begonnen haben, entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte für das Gemeinwohl. Mittlerweile besuchen wöchentlich mehr als 700 Menschen den Hofmarkt und werden 1900 Haushalte wöchentlich direkt ins Haus mit frischem Bio-Obst und Bio-Gemüse beliefert.  
Die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz für unseren Hof macht Spaß, weil sie zeigt, wie gut wir aufgestellt sind und wo wir Schwächen haben, an denen wir noch arbeiten können.  
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Die <span style="color: #008080"><a href="http:// www.rarena.de/"><span style="color: #008080"><strong>Dr. Ralf Resch Nachhaltigkeitsberatung (RARENA)</strong> </span></a></span> unterstützt Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsleistung durch den Einsatz von Managementinstrumenten zu messen sowie systematisch zu verbessern und dadurch Risiken zu minimieren, neue Chancen zu entwickeln und Unternehmen zukunftssicher zu machen.  
RARENA verbindet umfangreiches Wissen über Nachhaltigkeitsthemen, langjährige Management-Erfahrung sowie Methodenkompetenz zur Prozessoptimierung, um Sie gezielt bei der Verbesserung Ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu unterstützen.  
Eine Wirtschaft, deren Horizont sich auf Umsatz, Gewinn und Börsenwert beschränkt, verliert den Blick für die Interessen von Anspruchsgruppen, für eine lebenswerte Zukunft für alle und ist deshalb nicht zukunftsfähig. Durch die zunehmenden Risse im grauen Beton dieser autistischen Ökonomie dringen verschiedene bunte Blumen ans Licht. Unter ihnen ist die Gemeinwohlökonomie in kurzer Zeit zu beachtlicher Blüte gelangt und hat verschiedene gesellschaftliche Gruppen erfasst. Ich bin seit 2013 Mitglied und habe gerade meine erste Bilanz erstellt, welche in der Unternehmer-Peer Group Düsseldorf Feedback erhielt. Ein interessanter Lernprozess, den ich auch anderen Unternehmen empfehle, um Kooperation, Wertschätzung, Fairness und Gerechtigkeit zu fördern und die Wirtschaft und Gesellschaft umzugestalten, hin zu einem guten Leben für alle.  
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Ich heiße <span style="color: #008080"><a href="http:// www.hp-stoffers.de/"><span style="color: #008080"><strong>Andrea Stoffers</strong> </span></a></span> und bin seit 7 Jahren <span style="color: #008080"><a href="http:// www.hp-stoffers.de/"><span style="color: #008080"><strong> Heilpraktikerin</strong> <strong>für Psychotherapie< /strong></span></a></span> mit eigener Praxis in Neuss. In meine Praxis kommen Menschen, die Probleme im Alltag haben, sich mit Langzeit- oder immer neuen Symptomen plagen, die an sich arbeiten und gesund werden möchten. In den meisten Fällen liegt ein traumatischer Hintergrund bei meinen Klienten und/oder deren Familien vor. Ich begleite sie, so lange sie es wünschen einzel- und gruppentherapeutisch mit der Methode des Aufstellens nach Prof. Dr. Franz Ruppert. Der Mensch steht bei mir immer im Mittelpunkt.  
Zur GWÖ bin ich 2013 gekommen. Ein folgerichtiger Schritt in meinem eigenen Prozess. Ich lebe vegan/vegetarisch, engagiere mich mit Vorträgen in diversen Vereinen, mit Spenden und Petitionen bei Avaaz, bin außerdem Mitglied bei foodwatch, der GLS-Bank, beim BUND. Meine 1. Bilanz habe ich direkt nach Eintritt in den Verein angefangen zu schreiben. Für mich ein zwingend notwendiger Schritt, denn wenn ich nicht weiß, wo ich mit meinem Unternehmen stehe, kann ich auch keine positiven Veränderungen herbeiführen. Geld ist für mich keine (Handels)Ware sondern Zahlungsmittel, also ein Ausgleich für Leistungen und Waren. Mein Ziel ist es, unter anderem dieses Denken wieder in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dafür stehe ich.  
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Jeder Schritt zählt! Also schlossen sich 14 im Bereich Natur-, Umwelt, Energie, Verbraucherschutz engagierte Gruppen aus dem EN-Kreis zusammen, um zukünftig gemeinsam klimafreundlich Strom zu erzeugen. Als urdemokratische Gesellschaftsform wählten die Bürger/innen die Form der Genossenschaft. Inzwischen errichtete und betreibt die <span style="color: #008080"><a href="http:// www.beg-58.de/"><span style="color: #008080"><strong> BürgerEnergieGenossenschaft< /strong></span> </a></span>, Wetter <span style="color: #333333">(BEG)</span> fast 50 Photovoltaik-Anlagen mit dem Geld der Bürger/innen vor Ort und für die Region. Kurze Wege ohne aufwändige Transportnetze und –verluste, zukünftig wegfallende Energiebezugskosten und ein gutes Gefühl, nicht noch die letzten Ressourcen klimaschädlich aus der Erde zu pressen, bestärken uns mit jedem Sonnenstrahl in unserer Entscheidung – für die Erneuerbaren!  
Auch wirtschaftlich rechnet sich das Engagement: Durch die Auftragsvergabe an ortsansässige Handwerksunternehmen werden Arbeitsplätze vor Ort gesichert und neue geschaffen. Die regionale Stromerzeugung schafft Gewerbesteuern – das ist echte Wertschöpfung HIER für UNS!  
Natürlich wissen auch wir, dass wir den Dreiklang brauchen: Energie einsparen, effizient nutzen und aus erneuerbaren Quellen (Sonne, Wind, Wasser, Receycling-Biomasse…) erzeugen!  
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Gemäß dem Slogan 'Erfolg ist planbar!' berät '<span style="color: #008080"><a href="http:// www.ShopConsult- NRW.de"><span style="color: #008080"><strong>Maria Henkys ShopConsult-NRW< /strong></span> </a></span>' seit mehr als 10 Jahren kleine Handelsunternehmen, Online-Shops und ExistenzgründerInnen aller Branchen bei der Erstellung oder Überarbeitung des Businessplans. Fachliche Kompetenz, Kreativität und gelebte Gemeinwohlorientierung sind die Basis der Arbeit. Das Ergebnis spiegelt sich in der Zulassung zu allen Beratungszuschussprogrammen und der weit überdurchschnittlich hohen Zahl positiver Referenzen in der KfW-Beraterbörse wieder.  
Die Begleitung der GWÖ-Pionier- UnternehmerInnen des AK GW-Bilanz seit Ende 2011, die Peer-Evaluierung mehrerer GWÖ-Unternehmen, die externe Auditierung des eigenen Gemeinwohl-Berichtes sowie die Teilnahme am Lernweg für GWÖ-BeraterInnen bilden die Basis für zusätzliche Gemeinwohl-Ökonomie-Beratung.  
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Das<strong> <span style="color: #008080"><a href="http:// www.energie-schlagmann.de/"><span style="color: #008080">Ingenieurbüro für erneuerbare Energien</span> </a></span></strong> - Daniel Schlagmann wurde 2010 gegründet. Unser Anliegen ist es, mittels unserer Beratung und Begleitung die Energieverluste an Gebäuden zu reduzieren und durch Einsatz von erneuerbaren Energien unsere Ressourcen zu schonen, sowie gleichzeitig einen behaglichen und wohligen Lebens-Wohnraum zu schaffen. Die Empfehlung ökologischer Baustoffe ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unser Ziel: Energieeffizienzhäuser mit Nutzung erneuerbarer Energien. Ökologisch. Ethisch. Sozial.  
Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie passt sehr gut zu uns, denn nur durch eine gemeinwohlorientierte Herangehensweise entstehen nachhaltige Veränderungen.  
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WEITERE AKTIVITÄTEN UND VERANSTALTUNGEN IN DER REGION  
<h3><span style="color: #008080"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/ai1ec_ event/wer-traegt- die-verantwortung- fuer-die-wirtschaft-von-morgen/ ?instance_id=1305"><span style="color: #008080">03.06.2014< /span></a></span> Podiumsdiskussion des Studierenden Netzwerks Düsseldorf unter dem Titel „Wer trägt die Verantwortung für die Wirtschaft von morgen?“  
<span style="color: #008080"><a href="http:// duesseldorf.gwoe.net/ai1ec_ event/gwoe-info- veranstaltung/ ?instance_id=1304"><span style="color: #008080">12.06.2014< /span></a></span> Infoveranstaltung zur GWÖ auf dem Bioland Lammertzhof in Kaarst</h3>  
RÜCKFRAGEN:  
Ute Sändig (Organisation Pressekonferenz NRW), Telefonnummer 0151 11511140,  
E-Mail: u.saendig@kreativagentur-mensch.de  
ANHANG I  
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  <div id="objectContent" class="artikel">
<span style="color: #000000">1. Jahresbericht der Gemeinwohl-Ökonomie Bewegung</span> <div id="content-header" class="section"></div>
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  <h3 class="info"><span class="author">22. September 2014  Christian Felber Alexandra Strickner</span></h3>
  <h1><span style="color: #008080"><a style="color: #008080" href="http:// derstandard.at/ 2000005901100/ Plan-D-wie-Demuetigung" target="_blank">Plan D wie Demütigung</ a></span></h1>
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  <h2>Rat und Kommission fürchten sich bei CETA-und TTIP-Verhandlungen vor den Bürgern</h2>
  Erinnern Sie sich an den Plan D? Der "Plan D" war eine PR-Maßnahme der EU-Kommission nach der Ablehnung des EU-Verfassungsvertrags in zwei Referenden in Frankreich und den Niederlanden 2005. Er diente wörtlich der "Wiederherstellung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die EU". Dies sollte erreicht werden, indem "dem Bürger die Informationen und die Instrumente an die Hand gegeben werden, um aktiv am Entscheidungsfindungsverfahren teilzunehmen und Teilhaber des europäischen Einigungswerks zu werden." Nachsatz: "Dieser demokratische Erneuerungsprozess bedeutet, dass die EU-Bürger das Recht haben müssen, dass ihre Belange wahrgenommen werden." 2005 erhielten "die EU-Bürger" von der Kommission (!) das Recht, dass ihre Belange wahrgenommen werden. Es schlug 13 in Brüssel.
  Was darauf folgte, floss aus einem anderen Geist: Zuerst wurde der zu 95 Prozent wortidente Lissabonvertrag durchgesetzt - ohne Volksabstimmungen. So konnten jene Länder, die beim Verfassungsvertrag noch zwingend Volksabstimmungen durchzuführen hatten, diese umgehen. Sodann folgten EFS, EFSF, ESM, Fiskalpakt, Wettbewerbspakt, Bankenunion und nun die Geheimverhandlungen zu CETA und TTIP. Keiner dieser "Belange" resultierte aus artikulierten Bedürfnissen der Bevölkerung. Trotzdem oder gerade deshalb wollen sich die BürgerInnen beteiligen. Die einzige formale Möglichkeit: die Europäische BürgerInneninitiative - eine Version des Volksbegehrens, über deren Zulässigkeit jedoch die Europäische Kommission entscheidet.
  Auf Initiative von "Mehr Demokratie Deutschland", Campact und dem Umweltinstitut schlossen sich 240 Organisationen aus 21 EU-Mitgliedsstaaten zusammen, um dieses "Instrument" zu nutzen. Ziel der Initiative ist, dass die Kommission dem Europäische Rat den Abbruch der CETA- und TTIP-Verhandlungen empfiehlt.
  Doch am 10. September blockierte die Kommission die Initiative, mit der Begründung, dass nur "Rechtsakte", die EU-Recht verändern, Gegenstand einer EBI sein dürfen. Außerdem sei es "unzulässig", dass BürgerInnen die Kommission aufforderten, einen Rechtsakt nicht zu setzen, das Verhandlungsmandat für TTIP seitens des Rates stelle "keinen Rechtsakt" dar. Doch laut Artikel 288 AEUV handelt es sich bei Ratsbeschlüssen sehr wohl um Rechtsakte: "Ihr Kennzeichen ist, dass sie rechtlich verbindlich sind", erklärt der Völkerrechtler Bernhard Kempten der Uni Köln in einem Gutachten. Die Kommission gibt mit ihrem Njet den BürgerInnen zu verstehen, dass sie gegen Beschluss und Mandat nichts unternehmen dürfen. Erst wenn die zähen Verhandlungen abgeschlossen und der Vertrag ratifiziert ist, dürften sie - nach jahrelangem Zuschauen - initiativ werden: absurd. Plan "D" steht nicht dafür, dass die "Belange der Bürger" wahrgenommen werden, sondern für die Demütigung des Souveräns.
  Die Unterdrückung der Bürgerinitiative ist nicht die erste Machtpose der Kommission im Zuge des TTIP-Prozesses. Den Abgeordneten des Europaparlamentes werden aktuell in kleinen Kreisen "konsolidierte Fassungen" des Verhandlungszwischenstands zwischen EU und USA wie in einem Bond-Film nur in eigenen "Leseräumen" ohne Papier, Bleistift, Handy zugänglich gemacht. Diese entwürdigende Posse bringt die Machtverhältnisse in Brüssel auf den Punkt: Die Kommission, das demokratisch am schwächsten legitimierte Organ in Brüssel, entscheidet, was die direkt Gewählten dürfen und was nicht. Während einige der ParlamentarierInnen diese Willkür kritisieren, schweigen die - mandatserteilenden - Regierungen im Chor.
  Die Angst vor den BürgerInnen muss beim Rat und der Kommission groß sein, dass sie sich solche Abschottungsmanöver leisten. Machtpolitik, die im krassen Widerspruch zur eigenen PR-Propaganda steht, wird den Widerstand gegen TTIP und CETA weiter wachsen lassen. Die InitiatorInnen werden jedenfalls gegen die Kommissionswillkür vor dem Europäischen Gerichtshof klagen und die Initiative ohne Erlaubnis "von oben" fortführen: eine "echte EBI"!
  Wie sähe ein demokratischer Verhandlungsprozess aussehen? 1.) Die Souveräne geben in den Grundlagenverträgen die Ziele für internationale Wirtschaftsabkommen vor, z. B. nachhaltige Entwicklung, Verringerung der Ungleichheit, Stärkung von sozialem Zusammenhalt und Demokratie. 2.) Nationale und europäische Parlamente erteilen auf Basis dieser Ziele Verhandlungsmandate. 3.) Das Verhandlungsmandat wird vom Verfassungsgerichtshof geprüft und bei Nichtübereinstimmung mit den Verfassungszielen - dient TTIP der Umsetzung der Menschenrechte, gerechter Verteilung, Ressourcen- und Klimagerechtigkeit, Stärkung der Demokratie? - annulliert. 4.) Bei grünem Licht laufen die Verhandlungen transparent nach Regeln ab, die verfassungskonform sind. 5.) Das Ergebnis wird den Souveränen zur Abstimmung vorgelegt. In ihrem Namen werden völkerrechtliche Verträge verhandelt. Wer wenn nicht der Auftraggeber soll über das Ergebnis entscheiden?(Christian Felber Alexandra Strickner, DER STANDARD, 23.9.2014)</div>
  <div class="supplemental">
  <strong>Christian Felber</strong> ist Gründungsmitglied von Attac Österreich. <strong>Alexandra Strickner</strong> ist Obfrau von Attac Österreich. Am 1. Oktober erscheint von Christian Felber bei "Hanser Box" das E-Book "TTIP. Alle Macht den Konzernen".
  Download 26.08.2015</div>
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  <span style="color: #008080"><a href="http:// blog.campact.de/wp-content/ uploads/2014/ 10/Stop-TTIP- EBI-Unterschriftenlisten.pdf"><span style="color: #008080"> </span></a></span></div>
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